HEIMSPIELE GEGEN SPITZENTEAMS: EISBÄREN EMPFANGEN ROSENHEIM UND KASSEL

Veröffentlicht am
29.1.26

Regensburg gegen drittplatzierte Starbulls und Huskies auf Platz zwei gefordert 

Erst kommt der Tabellendritte, dann der -zweite: Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg hat am kommenden Wochenende gleich zwei absolute Topteams in zwei Heimspielen vor der Brust. Am morgigen Freitag, 30. Januar, gastieren ab 20 Uhr die Starbulls Rosenheim (74 Punkte) in der Donau-Arena, am Sonntag, 1. Februar, geben die EC Kassel Huskies (80) ihre Visitenkarte bei den Oberpfälzern ab. Bei den Domstädtern ist dabei wohl erstmals auch Förderlizenz-Neuzugang Noel Saffran mit an Bord, Topscorer Corey Trivino feiert nach auskurierter Blessur voraussichtlich sein Comeback. Ob es bei Stürmer Kevin Slezak, der zuletzt ebenfalls angeschlagen war, aber schon wieder trainiert, für einen Einsatz reicht, entscheidet sich kurzfristig – Abwehrtalent Nick Mähler fällt indes wahrscheinlich weiter verletzt aus. Für die Rot-Weißen, derzeit Fünfte in der DEL 2 (61 Zähler), läuten die beiden Begegnungen den Schlussspurt in der Hauptrunde ein: Insgesamt 13 Partien sind noch zu absolvieren, die darüber entscheiden, welche Teams in die Play-offs und -downs müssen. Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung der Schützlinge von Trainer Peter Flache auf die Abstiegsrunden-Plätze, mit Bietigheim auf Rang vier, der gar das Heimrecht in den Play-offs bedeuten würde, liegen sie gleichauf. Letzte Tickets für das Derby und das Duell mit den Schlittenhunden gibt es unter www.ebr.live.

 

Einen Video-Vorbericht inklusive Interviews mit Trainer Peter Flache und Förderlizenz-Neuzugang Noel Saffran gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!

Obgleich beide kommenden Gegner den Eisbären in der DEL-2-Tabelle schon um etliche Punkte voraus sind, haben die Regensburger gegen beide Topteams eine positive Bilanz. So gewann das Team des Trainergespanns Peter Flache und Hugo Boisvert alle drei bisherigen Derbys gegen die SBR: Auf einen 2:1-Auswärtssieg früh in der Saison (Tore durch Constantin Ontl und David Morley), folgten ein deutlicher 3:0-Heimerfolg Mitte November (Treffer von Jakob Weber sowie je in Überzahl David Morley und Alexander Berardinelli) und ein knappes 3:2 nach Penaltyschießen wiederum bei den Oberbayern Ende Dezember (für die Oberpfälzer trafen Kevin Slezak und im Powerplay Jeremy Bracco – im Shootout verwandelten Corey Trivino und Bracco, Jonas Neffin entschärfte alle Versuche der Grün-Weißen). Und auch den ECK bezwangen die Donaustädter bereits zwei Mal: Zwar gab es im ersten Duell am dritten Spieltag in der Donau-Arena eine knappe 1:2-Niederlage (Tor durch Ontl in Überzahl), doch auswärts in Nordhessen siegten die Eisbären dafür erst im November 3:2 (Schützen: Pierre Preto im Powerplay, Trivino und Samuel Payeur), dann kurz nach Weihnachten gar 4:2 (für die EBR netzten Bryce Kindopp doppelt (davon eines im PP1), Yuma Grimm und Donát Péter ein).

Nun kreuzt Regensburg mit beiden Kontrahenten also bereits zum vierten Mal die Schläger. Dabei kam bei Rosenheim zuletzt etwas Sand ins Getriebe: Aus den letzten fünf Begegnungen gab es drei Pleiten, zuletzt blieb die Mannschaft von Trainer Jari Pasanen gar zwei Mal hintereinander ohne Punkte (1:6 zuhause gegen Düsseldorf und 1:3 in Weiden). An der Donau ist das Topteam daher auf Wiedergutmachung aus – wenngleich der Klub eine Krankheitswelle im eigenen Team vermeldete und sich der Einsatz einiger Akteure wohl erst kurzfristig entscheiden wird.

Rosenheim mit tiefem Kader

Wenn fit, sind die SBR in allen Mannschaftsteilen nicht nur hochklassig, sondern auch tief besetzt. Im Tor steht mit dem Finnen Oskar Autio zumeist einer der besten Goalies der Liga. 16 seiner bisherigen 25 Einsätze gewannen die Oberbayern, Autio kommt dabei auf eine Fangquote von rund 91 Prozent. Sein Backup, Christopher Kolarz, stand 14 Mal zwischen den Pfosten und parierte dabei sogar 91,6 Prozent der Schüsse auf seinen Kasten.

In der Defensive stehen mit Maximilian Adam und Dominik Tiffels (welcher an drei der bisherigen fünf Rosenheimer Treffer gegen die Eisbären direkt beteiligt war) nicht nur zwei ehemalige deutsche Nationalspieler – mit Kanadier Shane Hanna stellen die SBR auch einen der offensivstärksten Abwehrspieler der Liga. 32 Torbeteiligungen (elf Tore und 21 Assists) bedeuten Team-intern in der Scorerliste Rang zwei. Hinzu kommen der erfahrene Maximilian Vollmayer, der DEL-Förderlizenzspieler Leon van der Linde (Augsburg), die Talente Tobias Beck und Lars Bosecker sowie der variable Dominik Kolb. Routinier Joel Keussen fällt indes vorerst verletzt aus.

Topscorer der Starbulls ist der deutsch-kanadische Angreifer Scott Feser mit 36 Punkten in 39 Partien (14 Treffer, 22 Vorlagen). Aber neben dem Deutsch-Finnen Ville Järveläinen (16 Tore, elf Assists – 27 Zähler), sind auch der US-amerikanische Kapitän C. J. Stretch (sechs, 17 – 23), der nachverpflichtete finnische Ex-NHL-Star Teemu Pulkkinen (acht, 14 – 22 – in nur 22 Spielen, bester Schnitt der Mannschaft), Deutsch-Kanadier Lewis Zerter-Gossage (neun, elf – 20), Kanadier Charlie Sarault (zwei, 18 – 20) und Jordan Taupert (zehn, acht – 18) stets gefährlich. Auch der junge Luigi Calce (sechs, neun – 15) spielt eine starke Saison. Lukas Laub (drei, neun – zwölf), dessen Rückkehr noch unwahrscheinlich ist, und der inzwischen wieder genesene Fabian Dietz (vier, sechs – zehn) wurden indes bislang von Verletzungen ausgebremst, zählen sonst aber auch zu den stärksten Angreifern der DEL 2 . Von DEL-Partner Augsburg können die Oberbayern indes per Förderlizenz oft auf die Unterstützung des gebürtigen Rosenheimers und Nachwuchs-Nationalspielers Sebastian Zwickl zählen. Abgerundet wird der Kader von vielversprechenden Talenten wie Jannick Stein, Michael Musin und Johannes Achatz.

Fehlt Kassel ein Kontingentspieler?

Ähnlich ausgeglichen und hochkarätig besetzt ist Sonntagsgegner Kassel. Die Hessen wurden in den vergangenen Wochen ihrer großen Favoritenrolle immer mehr gerecht und liegen in der Rangliste nur noch hinter den starken Krefeldern. In neun ihrer jüngsten zehn Partien punkteten sie, acht davon gewannen sie sogar glatt. Lediglich gegen Krefeld (1:2) und Bietigheim (4:5 nach Overtime, jeweils zuhause) ließ das Team von Trainer Todd Woodcroft in dieser Zeitspanne Zähler liegen. Davon abgesehen ist die letzte Niederlage datiert vom 28. Dezember – gegen Regensburg.

Im Tor haben die Hessen die Qual der Wahl und wohl eines der besten Gespanne der Liga: Nummer eins ist der junge Philipp Maurer, der 29 Mal das Tor hütete (18 Siege, Fangquote rund 90,6 Prozent). Backup Oleg Shilin war einst selbst DEL-2-Torhüter des Jahres (2024) und parierte bisher 93,1 Prozent der Schüsse auf seinen Kasten, fiel zuletzt aber verletzt aus. Stattdessen feierte jüngst der erst 18-jährige Alexander Pankraz sein Saisondebüt und ließ beim 6:1-Erfolg beim ESV Kaufbeuren nur einen Gegentreffer zu (Fangquote fast 96,8 Prozent). Auch der 20-jährige Nick Neufeld ist Teil des Kaders. Mit Brandon Maxwell hat das Team einen ehemaligen Olympia-Teilnehmer mit den USA (2018) in der Hinterhand, der Goalie mit deutschem Pass stand in der laufenden Saison aber erst einmal im Aufgebot (dabei hielt er einen Overtime-Sieg gegen Konkurrent Krefeld fest) und ist weitgehend außen vor.

Zwar fiel in der Abwehr mit Tim Bender zuletzt ein DEL-erfahrener Routinier aus und mit Markus Freis verließ ein großes Talent den Klub (jetzt Lausitzer Füchse). Doch trotzdem sind die Schlittenhunde dort sehr stark aufgestellt: Bode Wilde, ein US-Amerikaner mit deutschem Pass, steuerte schon 34 Torbeteiligungen bei (zehn Treffer, 24 Vorlagen), Deutsch-Kanadier Andrew Bodnarchuk bringt reichlich DEL- und sogar NHL-Erfahrung mit, Urgestein Marco Müller ist Rekordspieler des Klubs (622 Einsätze), Manuel Schams und Ben Stadler sind starke Talente und Hüne Luca Münzenberger bringt es trotz seiner erst 23 Jahre sogar schon auf zehn A-Länderspiele für Deutschland. Direkt nach seiner Ankunft in Hessen ist zudem der gebürtige Regensburger Simon Schütz ins Kapitänsteam der Huskies aufgestiegen, der variable Hans Detsch, der hinten wie vorne spielen kann, absolvierte einst rund 200 Spiele in der deutschen Beletage.

Ob Kontingentstürmer Kaspars Daugaviņš in Regensburg dabei sein wird, ist noch nicht ganz klar. Der Lette ist für die Auswahl seines Heimatlandes zu den Olympischen Winterspielen in Italien (Mailand/Cortina) nominiert und sogar zum Fahnenträger der lettischen Delegation bei der Eröffnungsfeier auserkoren worden, ob er beim Gastspiel seines Teams am Sonntag noch zur Verfügung steht, zeigt sich kurzfristig. Übrigens reist auch ECK-Coach Woodcroft zum Großevent – er ist einer der Co-Trainer des slowakischen Teams, tritt die Fahrt in die Oberpfalz wohl aber noch an, ehe es vorübergehend nach Italien geht.

Und trotz eines möglichen Fehlens Daugaviņš‘ kann das Trainerteam der Fuldastädter aus einer großen Auswahl an Topstürmern schöpfen. Goldhelm Tyler Benson, der erst jüngst seinen Vertrag verlängert hat, ist mit 48 Torbeteiligungen das Maß der Dinge (17 Treffer, 31 Vorlagen). Doch sein Landsmann Hunter Garlent ist dem Kanadier mit derer 44 dicht auf den Fersen (16, 28). US-Amerikaner Dominic Turgeon mit 23 (14, neun) und Kanadier Mitchell Hoelscher mit 20 (vier, 16) sind die weiteren Kontingentstellen. Aber auch auf dem deutschen Sektor gibt es reichlich Torgefahr: Deutsch-Kanadier Tristan Keck mit 30 Scorerpunkten (15, 15), Eigengewächs Yannik Valenti mit 26 (14, neun), der Erstliga-erfahrene Kapitän Jake Weidner mit 17 (neun, acht) sowie Darren Mieszkowski (sechs, neun) und Michael Bartuli (13, zwei) mit je 15 sind nur einige Beispiele. Auch Laurin Braun bringt reichlich DEL-Kompetenz mit und führt damit auch die jungen Maciej Rutkowski und Clemens Sager an.

Bei den Eisbären fällt voraussichtlich Abwehrtalent Nick Mähler weiter verletzt aus. Der zuletzt an einer Blessur laborierende Topscorer Corey Trivino kehrt dagegen wohl in den Kader zurück, während ein Einsatz beim ebenfalls zuletzt angeschlagenen Kevin Slezak noch fraglich ist. Sein Debüt in Rot-Weiß dürfte indes wohl Förderlizenz-Neuzugang Noel Saffran (Iserlohn) feiern. Tickets für die beiden Heimspiele gegen Rosenheim und Kassel gibt es unter www.ebr.live

 

Informationenzu den Heimspielen

Von beiden Partien berichtet Sporteurope.tv live (www.sporteurope.tv)

Eisbären Regensburg – Starbulls Rosenheim

Beginn: Freitag, 30. Januar 2026, 20 Uhr
Spielort: Donau-Arena Regensburg
Öffnung Abend-/ und Abholkasse: 90 Minuten vor Spielbeginn (18:30 Uhr)
Öffnung Fanzone: Zwei Stunden vor Spielbeginn (18 Uhr) – ACHTUNG: Die Fanzone schließt 15 Minuten vor Spielbeginn (19:45 Uhr). Nach dem Spiel bleibt die Fanzone geschlossen.
Einlass ins Stadion: Ab 18:15 Uhr (für Dauerkarten) bzw. ab 18:30 Uhr (alle anderen Tickets).
Spieltagspartner ist Infineon!

Eisbären Regensburg – EC Kassel Huskies

Beginn: Sonntag, 01. Februar 2026, 17 Uhr
Spielort: Donau-Arena Regensburg
Öffnung Abend-/ und Abholkasse: 90 Minuten vor Spielbeginn (15:30 Uhr)
Öffnung Fanzone: Zwei Stunden vor Spielbeginn (15 Uhr) – ACHTUNG: Die Fanzone schließt 15 Minuten vor Spielbeginn (16:45 Uhr). Nach dem Spiel bleibt die Fanzone geschlossen.
Einlass ins Stadion: Ab 15:15 Uhr (für Dauerkarten) bzw. ab 15:30 Uhr (alle anderen Tickets).
Spieltagspartner ist das „KoBe“(Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement) der Stadt Regensburg!

WICHTIG: Die Eisbären Regensburg wurden darauf hingewiesen, dass der größere Parkplatz an der Vilsstraße (unter anderem Jysk, Fressnapf, TTL, Cube-Store, Restaurant Shangri-La) sowie der „Tedox“-Parkplatz nicht für Heimspiele genutzt werden sollen. Autos von Eishockey-Fans, die dort im Rahmen der Partien parken, könnten abgeschleppt oder mit Strafzetteln versehen werden.
Tickets für die Heimspiele gibt es unter:
www.ebr.live

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Melanie Feldmeier (1) und Fotoschmiede MCB (2)

Die Eisbären Regensburg (rote Trikots) sind am Wochenende in zwei Heimspielen gegen Spitzenteams gefordert: Am Freitag empfangen sie die Starbulls Rosenheim (weiße Trikots - Tabellenplatz drei), am Sonntag kommen die EC Kassel Huskies (Rang zwei).
Foto: Melanie Feldmeier

Ein spannendes Derby steht bevor: Die Eisbären Regensburg um Stürmer Donát Peter (rechts, rotes Trikot) emfangen am Freitagabend die Starbulls Rosenheim (links Angreifer Luigi Calca, weißes Trikot) ab 20 Uhr in der Donau-Arena.
Foto: Fotoschmiede MCB

Zweites Heimspiel gegen ein Topteam binnen 48 Stunden: Gastieren am Freitagabend noch die Starbulls Rosenheim bei den Eisbären Regensburg (rechts im Bild Torhüter Jonas Neffin, rotes Trikot) in der Donau-Arena, kommen am Sonntag ab 17 Uhr die Tabellendritten, die EC Kassel Huskies (in den weißen Trikots von links die Stürmer Laurin Braun und Tyler Benson) in die Domstadt.
Foto: Fotoschmiede MCB