
Das Interview zum ersten Bodenspieltag der Eisbären Regensburg
Die Eisbären Regensburg sind das 1000. Mitglied der IG Gesunder Boden.
Was auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt, ist bei genauerem Hinsehen ein logischer nächster Schritt innerhalb der Arena der Träume.
Wir haben mit Franz Rösl (Gründer und Vorsitzender IG Gesunder Boden), Christian Sommerer (Geschäftsführer Eisbären Regensburg), Bastian Niedermeier (Nachhaltigkeitsbeauftragter der Eisbären) und Constantin Ontl (Stürmer der Eisbären) über Verantwortung, Bewusstsein und darüber gesprochen, warum gesunder Boden mehr mit Profisport zu tun hat, als man denkt.
Eisbären Medienteam:
Herr Rösl, die Eisbären sind jetzt das 1000. Mitglied Ihres Vereins. Was bedeutet Ihnen dieser Moment?
Franz Rösl:
Das ist ein Meilenstein. Nicht nur wegen der Zahl, sondern wegen der Strahlkraft. Die Eisbären stehen für Emotion, Reichweite und Identifikation. Genau das brauchen wir, um ein Thema sichtbar zu machen, das uns alle betrifft. Denn 95 Prozent unserer Lebensmittel kommen vom Boden. Ohne gesunden Boden gibt es kein gesundes Leben. Wenn ein Profisportclub diese Verantwortung mitträgt, dann erreicht diese Botschaft Menschen, die wir sonst nie erreichen würden.
Eisbären Medienteam:
Christian, warum ist dieses Thema für die Eisbären so wichtig?
Christian Sommerer:
Weil die Eisbären mehr sind als ein Ergebnis auf der Anzeigetafel. Wir spielen vor Tausenden Menschen. Wir schaffen Emotionen. Und wir haben damit auch eine Verantwortung. Unsere sozialen Projekte bündeln wir seit Jahren unter der Arena der Träume. F*ck Cancer oder unsere Therapiehundestaffel, die Eisbären Traumpfoten, sind ein Leuchtturm. Jetzt erweitern wir diesen Weg konsequent um Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Gesunder Boden ist kein Randthema. Er ist eine Grundlage unseres Lebens. Genau deshalb passt diese Kooperation so gut zu uns.
Eisbären Medienteam:
Bastian, du bist bei den Eisbären für Nachhaltigkeit zuständig. Wo liegt der größte Hebel dieser Partnerschaft?
Bastian Niedermeier:
Beim Bewusstsein. Wir haben rund 500 Kinder und Jugendliche in unserem Nachwuchs. Wenn wir ihnen Zusammenhänge erklären, nicht belehrend, sondern greifbar, dann verändert das langfristig Verhalten. Es geht darum zu verstehen, wo unser Essen herkommt, warum unser Konsum eine Rolle spielt und wie jeder im Alltag einen Unterschied machen kann. Diese Kooperation gibt uns dafür die perfekte Plattform.
Eisbären Medienteam:
Consti, was bedeutet das Thema für dich persönlich als Profisportler?
Constantin Ontl:
Gesunde Ernährung ist für mich die Basis für Leistung. Wenn ich jeden Tag 100 Prozent bringen will, muss ich wissen, was ich meinem Körper zuführe. Und das beginnt beim Boden. Das klingt erstmal weit weg, ist es aber nicht. Wenn wir diesen Zusammenhang sichtbar machen, dann ist das nicht nur ein Umweltthema, sondern auch ein Sportthema.
Eisbären Medienteam:
Der erste Bodenspieltag ist der Startschuss. Was dürfen die Fans erwarten?
Christian Sommerer:
Impulse. Emotion. Aha-Momente. Wir wollen niemanden belehren. Wir wollen neugierig machen. Ein Angebot schaffen. In der Donau-Arena, in der Fan-Zone, im direkten Erleben. Und wir wollen zeigen, dass kleine Handlungen große Wirkung haben können.
Eisbären Medienteam:
Ein sehr konkretes Beispiel dafür sind die Zigarettenkippen rund um die Arena.
Franz Rösl:
Ja. Jede einzelne Kippe belastet bis zu 20 Liter Trinkwasser. Bei jedem Spiel liegen dort mehr als Tausend davon. Das ist kein kleines Problem. Deshalb verteilen wir Kippen-Dosen. Das ist simpel, aber wirkungsvoll. Genau hier setzt diese Partnerschaft an.
Eisbären Medienteam:
Was ist euer gemeinsames Ziel für die kommenden Jahre?
Bastian Niedermeier:
Dass Nachhaltigkeit bei uns kein Aktionstag bleibt, sondern Teil unserer Identität wird.
Constantin Ontl:
Dass wir alle anfangen, über Zusammenhänge nachzudenken.
Franz Rösl:
Dass wir gemeinsam Reichweite in Verantwortung übersetzen.
Christian Sommerer:
Dass wir zeigen, was Profisport bewegen kann. Nicht nur auf dem Eis.