PER COMEBACK ZUM WICHTIGEN HEIMSIEG: EISBÄREN SCHLAGEN TOWERSTARS 5:2

Veröffentlicht am
26.1.26

Regensburg bleibt auch gegen Ravensburg 2026 zuhause ungeschlagen

Viertes Heimspiel im Kalenderjahr 2026 – vierter Sieg: Mit einem Comeback-Erfolg hat Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt seine starke Serie vor eigenem Publikum fortgesetzt und die formstarken Ravensburg Towerstars mit 5:2 (1:1/0:1/4:0) geschlagen. Damit überholten die Oberpfälzer die nun punktgleichen Oberschwaben (je 61 Zähler) auch in der DEL-2-Tabelle: Die Domstädter schoben sich auf Rang fünf, die RVT rutschten auf Platz sechs. Die Rot-Weißen erwischten vor 4123 Fans in der Donau-Arena einen Traumstart: Nach nur 26 Sekunden nutzte Bryce Kindopp einen Nachschuss nach starker Vorarbeit von Guillaume Naud zum 1:0 (1. Minute). Doch die Führung hatte nicht lange Bestand – Niklas Hübner glich für die Gäste aus (6.). Im Mitteldrittel legten dann die Puzzlestädter vor: Robbie Czarnik traf nach einem schönen Spielzug im Powerplay zum 2:1 (36.). Fast eine Kopie dieses Tores brachte den Hausherren im Schlussabschnitt das 2:2 – David Morley war der Schütze in Überzahl (46.). Und selbiger legte anschließend auch das 3:2 nach: Nachdem der Stürmer bei einem Alleingang gefoult worden war, verwandelte er den fälligen Penalty-Strafschuss sehenswert (56.). Die Schwaben nahmen in der Schlussphase früh ihren Keeper Ilya Sharipov vom Eis, um mit einem zusätzlichen Feldspieler noch einmal Druck zu erzeugen – doch Regensburg nutzte dies in Form von gleich zwei Empty-Net-Treffern durch erst Yuma Grimm (59.), dann Jeremy Bracco (60.) zum 5:2-Endstand. Am kommenden Freitag, 30. Januar, geht es für die Schützlinge von Trainer Peter Flache weiter: Dann ist ab 20 Uhr wieder Derby-Zeit in der Donau-Arena, wenn die Starbulls Rosenheim gastieren. Letzte Tickets gibt es unter www.ebr.live.

 

Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Kapitän Nikola Gajovský gibt es es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

 

Nachbericht

Mit zu zuletzt unverändertem Personal, aber leicht umgestellter Reihenformation schickte Peter Flache, Trainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, seine Schützlinge in das wichtige Heimspiel gegen Tabellennachbar Ravensburg Towerstars. Vor 4123 Fans hütete so abermals Jonas Neffin in der Donau-Arena das Tor der Oberpfälzer, Konrad Fiedler war sein Ersatz und Talent Cole Danielsmeier stand nicht im Kader. In der Verteidigung fiel erneut Talent Nick Mähler aus, im Sturm musste der Coach einmal mehr auf seine zwei besten Scorer, Corey Trivino (angeschlagen) und Kevin Slezak (krank), sowie Lukas Krieger (verletzt) verzichten.

Trotz der schwerwiegenden Ausfälle hätte der Start in die Partie für die Rot-Weißen kaum besser verlaufen können: Allrounder Guillaume Naud schaltete sich stark aus der Abwehr nach vorne mit ein, umkurvte auf der linken Seite einige Gegenspieler, verzögerte kurz und hob den Puck dann mit der Rückhand an den langen Pfosten – für den Nachschuss stand anschließend Bryce Kindopp goldrichtig, der nach nur 26 gespielten Sekunden bereits zum 1:0 für die Domstädter einnetzte. Und die Partie war immer noch keine ganze Minute alt, als erst Yuma Grimm, dann Samuel Payeur nur Augenblicke später bereits mit Großchancen das 2:0 auf den Schlägern hatten. Beide scheiterten aber jeweils am gut reagierenden Gäste-Goalie Ilya Sharipov (alles 1. Minute). Kurz darauf hatte der RVT-Torsteher Probleme bei einem Abschluss des Eisbären-Kapitäns Nikola Gajovský (3.), es stand jedoch kein Regensburger für den entstehenden Rebound parat.

Offener Schlagabtausch

So blieb die Begegnung offen – und Ravensburg fasste Fuß: Verteidiger Niklas Hübner kam am linken Bullykreis zu frei zum Schuss und überwand Neffin (dem die Sicht verdeckt war) zum 1:1-Ausgleich (6.). Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit guten Möglichkeiten für beide Teams – unter anderem für Nick Latta (15.) sowie Topscorer Mark Rassell (19.) bei den RVT und Alexander Berardinelli per Alleingang (16.) und Kindopp (20.) für die Hausherren. Doch Neffin und Sharipov ließen zunächst keine weiteren Treffer zu, auch nicht (trotz diverser brenzliger Situationen) in je einem Powerplay pro Team. Insbesondere erst Verteidiger Jakob Weber, dann im Nachsetzen Berardinelli scheiterten zu Beginn des zweiten Durchgangs bei numerischer Überlegenheit jeweils nur knapp (22.). Glück hatten die Eisbären indes, als die Gäste einen vielversprechenden Zwei-auf-Null-Konter nur unsauber zu Ende spielten und Neffin so die Parade gegen RVT-Kapitän Robbie Czarnik ermöglichten (24.).

Payeur und Pierre Preto (je 27.) sowie kurz darauf Gajovský (28.), Naud (29.) und zwei Mal David Morley (30.) prüften Sharipov in einer Druckphase der Heimmannschaft. In einer Überzahlsituation wenig später ergaben sich erneut einige gute Einschussmöglichkeiten für die Eisbären (32. bis 34.). Doch in dem hitzigen Duell setzten die Oberschwaben den nächsten Treffer in ihrem nächsten Powerplay: Nach einem starken Spielzug zimmerte Czarnik den Puck an Neffin vorbei unter die Latte (36.). Wenig später hatten die Eisbären dann Glück: Nach einem Abschluss von Gästestürmer Nick Latta kratzte Neffin die Scheibe von der Linie – nach langem Videobeweis blieben die souveränen Unparteiischen bei ihrer On-Ice-Entscheidung „kein Tor“, wohl hautprsächlich, da das Gegenteil nicht 100-prozentig bewiesen werden konnte.

Vier Tore: Furioses Schlussdrittel

So blieb es beim knappen Rückstand vor dem dritten Durchgang – in dem Regensburg noch einmal aufdrehte. Insbesondere Morley stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Erst schoss er im Powerplay den 2:2-Ausgleich (46.), kurz darauf tauchte er nach starkem Kindopp-Pass allein vor Sharipov auf und scheiterte (47.). In der 56. Minute war er dann bei einem abermaligen Solo nur mit einem Foul zu stoppen – beim fälligen Penalty-Strafschuss verlud Morley den Keeper mustergültig und schob zum 3:2 für die Eisbären ein (56.).

Ravensburg zog in der Schlussphase noch einmal alle Register und nahm nach einer Auszeit auch den Goalie vom Eis, um mit dem sechsten Feldspieler noch einmal zurückzuschlagen. Doch statt eines RVT-Treffers markierten die Gastgeber gleich zwei Empty-Net-Tore: Grimm (59.) und Jeremy Bracco (60.) schraubten das Endergebnis auf 5:2. 

Den Eisbären stehen nun zwei weitere Heimspiele bevor. Weiter geht es dabei mit einem Derby: Am kommenden Freitag, 30. Januar, gastieren die Starbulls Rosenheim ab 20 Uhr in der Donau-Arena. Letzte Tickets gibt es unter www.ebr.live.

 

Statistik

Eisbären Regensburg – Ravensburg Towerstars 5:2 (1:1/0:1/4:0)

Sonntag, 25. Januar 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 17 Uhr.

Aufstellungen

Regensburg: Jonas Neffin (60:00 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles (4 Strafminuten), Guillaume Naud, Pascal Zerressen (2), Patrick Demetz, Jakob Weber, Marian Bauer und Maximilian Merkl (alle Abwehr) – David Morley, Alexander Berardinelli, Bryce Kindopp, Yuma Grimm, Donát Péter, Constantin Ontl (A), Pierre Preto (A), Samuel Payeur (2), Jeremy Bracco, Aleandro Angaran, Nikola Gajovský (C) und Marks Kristians Jirgensons (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Ravensburg:
Ilya Sharipov (58:28 Minuten) und Nico Pertuch (beide Tor) – Denis Pfaffengut (2 Strafminuten), Simon Sezemsky (A), Florin Ketterer (4), Julian Eichinger, Niklas Hübner und Philipp Mass (alle Abwehr) – Mark Rassell, Erik Jinesjö Karlsson, Robbie Czarnik (C), Alec Ahlroth (4), Odeen Peter Tufto, Nickolas Latta (A), Thomas Reichel, Marvin Schmid (2), Nicolas Schindler, Louis Latta, Anselm Gerg und Ryan Odude (alle Sturm). – Trainer: Bo Šubr (Headcoach) sowie Jan Benda und Eeli Parviainen (beide Assistenten).

Strafminuten: Regensburg 8 – Ravensburg 12.

Zuschauer: 4123 (Donau-Arena Regensburg).

Schiedsrichter: Thomas Kalnik und Marius Wölzmüller (beide Hauptschiedsrichter) sowie Leonie Ernst und Christoph Jürgens (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
1:0 (1. Minute) Bryce Kindopp (Guillaume Naud, Alexander Berardinelli);
1:1 (6.) Niklas Hübner (Mark Rassell, Philipp Mass);
2. Drittel:
1:2 (36./PP1) Robbie Czarnik (Mark Rassell, Odeen Peter Tufto);
3. Drittel:
2:2 (46./PP1) David Morley (Alexander Berardinelli, Jeremy Bracco);
3:2 (56./PS) David Morley;
4:2 (59./EN) Yuma Grimm;
5:2 (60./EN) Jeremy Bracco.

NeuerTabellenplatz: Regensburg 5. Platz (61 Zähler aus 39 Partien/vorher 6.) – Ravensburg 6. Rang (61 Punkte aus 39 Spielen/zuvor 5.).

Text: Jan-Mirco Linse
Foto: Melanie Feldmeier

Machte den 5:2-Heimsieg seiner Eisbären Regensburg (rote Trikots) über die Ravensburg Towerstars (weiße Trikots – mittig im Bild Verteidiger Niklas Hübner) mit seinem 2:2-Ausgleich im Schlussdrittel überhaupt erst möglich: Doppeltorschütze David Morley (rechts). Unser Bild zeigt ihn beim Jubel nach seinem Treffer, vorne ist Sturmpartner Alexander Berardinelli (goldener Helm) zu sehen.
Foto: Melanie Feldmeier

Grund zum Feiern für die Eisbären Regensburg: Die Oberpfälzer haben ihr Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars nach einem furiosen Comeback mit 5:2 gewonnen und blieben damit im Kalenderjahr 2026 vor eigenem Publikum ungeschlagen. Nach dem Spiel wurde ausgelassen mit den Fans gefeiert.
Foto: Christian Merl